Zukunft Gas? Wege zu klimafreundlicher Wärme

Rund 80 Personen kamen am 5. Februar in Bern zur nationalen Tagung «Zukunft Gas? Wege der Gemeinden zur klimaneutralen Wärmeversorgung» zusammen. Nach einem Überblick über den bundespolitischen Rahmen für den Energieträger Gas stellten die Städte Bern, Rheinfelden und Genf ihre Erfahrungen vor. Ob ein schrittweises Vorgehen wie in Genf, ein klarer Fahrplan mit begleitendem Kommunikationskonzept für die Bevölkerung wie in Rheinfelden oder ambitionierte Zielsetzungen wie in Bern – die unterschiedlichen Ansätze boten wertvolle Einblicke und bereicherten den Austausch unter den Teilnehmenden. Ergänzend zeigte EBP auf, dass die Perspektiven für Gas in der Schweiz von einem strukturellen Rückgang und einer tiefgreifenden Transformation geprägt sind, mit einer künftig begrenzteren und gezielteren Rolle.
Im Gebäudesektor ist der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen ein zentraler Bestandteil der von der Schweiz angestrebten Klimaneutralität. Die kantonalen Vorschriften verlangen bei Neubauten sowie beim Ersatz von Heizsystemen vollständig erneuerbare Lösungen; erneuerbare Gase werden dabei nur ausnahmsweise und als letzte Option zugelassen. Vor diesem Hintergrund gilt jede Erweiterung des Gasnetzes als Irrweg und jede neue Gasinstallation als Fehlentscheidung.
Das gemeinsame Mittagessen sowie die fünf Workshops in deutscher oder französischer Sprache boten zusätzliche Gelegenheiten für vertiefte Diskussionen und Vernetzung.
Ein grosses Dankeschön gilt den Referierenden, den Moderator:innen, den Sponsoren, den Dolmetscher:innen sowie allen Teilnehmenden für ihr Engagement an dieser Veranstaltung!

